Die Maske ist das wichtigste Teil der gesamten Schnorchelausrüstung. Wenn sie nicht passt, ist der ganze Spaß dahin. Umso mehr sollten Sie genügend Zeit einplanen, die für Sie passende zu finden. Die (eine) Maske, die jedem passt, gibt es nicht! Jedes Gesicht ist individuell. Bevor es an die Auswahl geht, hier die grundlegenden Infos zu den verschiedenen Maskentypen.
1. Zwei-Glas-Maske
Sie ist leicht und bietet ein großes Blickfeld. Das liegt daran, dass sie nah am Gesicht sitzt und der Maskenrahmen deshalb kaum sichtbar ist. Darüber hinaus hat sie ein kleineres Volumen als alle anderen Maskenformen. Das hat den Vorteil, dass Sie beim Abtauchen weniger wertvolle Luft für den Druckausgleich in der Maske benötigen.
2. Ein-Glas-Maske
Sie ist meist breiter und höher als Masken mit 2 Gläsern. Dadurch passt sie oft besser bei größeren Gesichtern. Die durchgehende Scheibe bietet allerdings kein größeres Sichtfeld. Aufgrund der Bauart steht der Rahmen weiter vom Gesicht weg, das wiederum bedeutet, dass das Blickfeld eingeschränkter ist als bei 2-Glas-Masken. Halten Sie einmal 4 Finger einer Hand, beginnend mit dem Zeigefinger, seitlich in Höhe der Augen an den Kopf, der kleine Finger stellt dabei den Maskenrand dar. Wenn Sie nun Ihre Hand langsam nach hinten in Richtung Ohr verschieben, wird Ihr Blickfeld breiter, je weiter die Finger nach hinten verschwinden.
3. Vollgesichtsmaske
Sie ist ein Produkt, das im Rahmen der Entwicklung von Vollgesichtsmasken für Berufstaucher entstanden ist. Sie leiten die Ein- und Ausatemluft über getrennte Kanäle und Ventile um Pendelatmung zu minimieren. Ganz ausschließen kann man sie nicht. Diese Luftleitkanäle und Ventile haben allerdings auch einen Nachteil. Sie erhöhen den Atemwiderstand und reduzieren je nach Konstruktion die Luftlieferleistung.
Wichtig ist auch, dass die Silikondichtlippe der Mund-Nasen-Kammer hin zur Augenkammer dicht abschließt. Ist das nicht der Fall, kann das System nicht wie geplant funktionieren. Wenn die Mund-Nasen-Kammer nicht dicht schließt, besteht die Möglichkeit, dass man immer wieder die eigene Ausatemluft einatmet = Pendelatmung. Die Folge ist, dass der CO2-Gehalt der Einatemluft immer mehr ansteigt. Bei Kindern und Leuten mit kleinem Atemvolumen kann das zu Atemnot und eventuell zu Panik führen.
Der oft propagierte 180°-Panorama-Blickwinkel funktioniert leider nur an Land! Unter Wasser ändert sich die Lichtbrechung und die Seitenscheibe verwandelt sich quasi in den Außenspiegel eines Autos. Das ist kein wirklicher Nachteil, aber die Aussage „180°-Panoramablick” ist schlicht falsch. Der Blickwinkel ist nicht größer als bei einer 2-Glasmaske.
4. Masken für Brillenträger
Eine Maske, in der Sie Ihre Brille aufbehalten können, gibt es nicht. Die Bügel würden immer zum Wassereinbruch führen. Fast alle Hersteller von Tauchmasken (z. B. Mares, aqualung, TUSA) bieten aber für verschiedene ihrer ZWei-Glas-Modelle Korrekturgläser an. Diese gibt es in 0,5-Dioptrie-Schritten im Minus- und Plus-Bereich. Viele Brillenträger kommen mit den Standardgläsern gut zurecht.
Wenn Sie lediglich eine Lesehilfe benötigen, um z. B. Ihre Kamera bedienen zu können oder einen Tiefenmesser abzulesen, gibt es auch die Möglichkeit, Korrekturlinsen innen auf die normalen Gläser aufzukleben oder Folien, die Sie selbst einlegen können.
Eine weitere Alternative sind Kontaktlinsen. Da ich z. B. sowohl (-) als auch (+) Dioptrien benötige, verwende ich im Urlaub bifokale Kontaktlinsen. Es war etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber bei mir sehr gut. Ich habe zunächst kostenlose Testlinsen bekommen. Die Kosten, da ich diese nur im Tauchurlaub verwende, halten sich mit 30 € in erträglichen Grenzen.
Für aufwändigere Korrekturen oder für Stärken von mehr als 10 Dioptrien ist ein Gang zum Optiker sinnvoll. Es gibt immer mehr Optiker, die auch Gläser für Schnorchel- und Tauchmasken anfertigen.